Zunächst begann der Tag nicht so rosig, denn noch in der Früh regnete es in Strömen. Einige Leute riefen an und fragten nach ob die Wanderung überhaupt stattfindet. Umso überraschter waren wir, als sich am Ende fast 90 Interessierte beim Treffpunkt einfanden: Vereinsmitglieder, Vertreter von Bürgerinitiativen aus dem Pitz- und Ötztal, Interessierte aus der Bevölkerung, vom WWF, vom DAV und auch Umweltpfarrer Karlheinz Baumgartner waren dabei. Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter, denn schon bald zeigte sich sogar die Sonne und die Wanderung verlief bis zum am Abend im Trockenen.
Professor Patzelt betonte die Wichtigkeit des Fernergries für die Gletscherforschung. Nur die Pasterze in Kärnten hat einen ähnlich wichtigen Stellenwert wie der Gepatschferner. Das Gletscherfvorfeld des Gepatschferners, also das Gebiet das seit dem letzten großen Vorstoß des Gletschers um 1855 eisfrei geworden ist, reicht bis ins Wald- und Almgebiet hinunter und ist seit dieser Zeit sehr gut dokumentiert.
Die Leute waren sichtlich interessiert an Professor Patzelts großem Wissen. Seine Ausführungen waren hervorragend für das Laienpublikum aufgearbeitet, die Leute waren sichtlich beeindruckt, denn viele waren sich zunächst nicht über die wissenschaftliche Bedeutung des Gepatschferners bewusst. Die Umsetzung der Tiwag-Pläne würden eine komplette Zerstörung dieses für die Forschung so wichtigen Gletschervorfelds bedeuten.
An mehreren Stellen zeigte Professor Patzelt mit welchen Methoden die Gletscherforschung die Ausdehnung und den Rückgang der Gletscher über Jahrhunderte und sogar Jahrtausende nachvollziehen kann und somit auch einen bedeutenden Beitrag zur Klimaforschung leistet.
Zwischen den Stationen bot die Wanderung auch viel Gelegenheit zu Gesprächen zwischen den einzelnen Teilnehmern und trotz der vielen Informationen gab es auch viele gemütlichere Momente in denen man die Schönheit des Gebietes genießen konnte.
Auch beim Abstecher zum Gletschertor waren viele Teilnehmer dabei.
Die lange und interessante Wanderung fand ihren gemütlichen Abschluss im Gepatschhaus. Später als gedacht, müde aber zufrieden ging es dann wieder nach Hause. Insgesamt war es eine tolle, informative und gesellige Wanderung die uns alle noch stärker davon überzeugt hat, dass das Fernergries ein absolut schützenswertes Gebiet ist, das auf keinen Fall dem Kraftwerksbau geopfert werden darf!
Video von Professor Patzelts Einleitung bei der Gepatschalm:
Professor Patzelt am Beginn des Fernergries (Video):
Kritik an Überleitungen:
Mehr Fotos gibt es hier.
Zum Exkursionsbericht von Karlheinz Baumgartner gehts hier.



Neueste Kommentare
vor 1 Woche 20 Stunden
vor 1 Woche 3 Tagen
vor 2 Wochen 15 Stunden
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 11 Wochen 4 Tagen
vor 12 Wochen 5 Tagen
vor 12 Wochen 6 Tagen
vor 12 Wochen 6 Tagen
vor 14 Wochen 2 Tagen
vor 14 Wochen 6 Tagen